Liste der größten Städte der Welt (historisch) – Wikipedia

Die Liste der größten Städte der Welt (historisch) bietet einen Überblick über die Einwohnerzahl der größten städtischen Agglomerationen der Welt zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte. Die Städte sind mit ihrem Namen in der jeweiligen Epoche aufgeführt. Angegeben ist auch das zeitgenössische Staatsgebilde, in dem die Stadt zum Zeitpunkt der Statistik lag.

Anzumerken ist, dass es sich bei den Zahlen meist um Schätzungen einzelner Forscher handelt, die unter Umständen auch extrem variieren können.

Größte Städte der Welt um das Jahr 100[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 100 stand das Römische Reich auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung. Römische Städte, vor allem solche im östlichen Mittelmeerraum, dominieren deshalb auch diese Liste. Andere Großmächte dieser Zeit waren die Han-Dynastie in China, das nordindische Kuschanreich und das Partherreich in Persien, deren Hauptstädte ebenfalls vertreten sind.

Rang Stadt Gebiet (zeitgen.) Staat (heute) Einwohner Anmerkungen
1. Rom Römisches Reich (Italia) Italien Italien (Latium)

1.000.000[1][2][3]
400.000[4]

Hauptstadt des Römischen Reichs, etwa seit der Zeitenwende größte Stadt der Welt.
2. Alexandria Römisches Reich (Aegyptus) Agypten Ägypten

600.000[5]
500.000[3]

Seit 30 v. Chr. römisch, etwa bis dahin die größte Stadt der Welt. 115 im Diasporaaufstand schwer zerstört.
3. Antiochia (Antakya) Römisches Reich (Syria) Turkei Türkei

500.000[6]
330.000[3]

Die größte Stadt Westasiens, eines der frühesten Zentren des Christentums, wurde im Jahr 115 durch ein Erdbeben schwer zerstört.
4. Luoyang Östliche Han-Dynastie China Volksrepublik Volksrepublik China (Henan)

420.000[4][2]
400.000[3]

Seit 25 n. Chr. Hauptstadt von China. 190 im Zuge eines Militärputsches um den General Dong Zhuo niedergebrannt und weitgehend zerstört. Der Regierungssitz wurde anschließend nach Chang’an verlegt.
5. Ktesiphon und Seleukia (Al-Mada'in) Iran (Partherreich) Irak Irak 300.000[3] Ktesiphon war die Hauptstadt des Partherreichs (Persien). Seleukia, die ehemalige Hauptstadt des griechisch geprägten Seleukidenreichs, direkt gegenüber auf dem anderen Ufer des Tigris gelegen, befand sich bereits im Niedergang.
6. Karthago Römisches Reich (Africa) Tunesien Tunesien

300.000[6]
250.000[3]

29 v. Chr. durch Augustus wiedergegründet.
7. Korinth Römisches Reich (Achaea) Griechenland Griechenland 250.000[3] Hauptstadt der Provinz Achäa.
8. Ephesos Römisches Reich (Asia) Turkei Türkei 200.000[6][3] Hauptstadt der Provinz Asia.
9. Sirsukh (Taxila) Kuschana (Gandhara) Pakistan Pakistan (Punjab) 150.000[3] Die zuvor parthische Stadt Sirkap (Taxila) wurde um 79 vom Kuschanreich erobert. Die neuen Herrscher errichteten in der Nähe die neue Stadt Sirsukh.
10. Anuradhapura Königreich Anuradhapura Sri Lanka Sri Lanka 130.000[3] Das singhalesische Königreich Anuradhapura bestand von 437 v. Chr. bis 1017.
11. Smyrna Römisches Reich (Asia) Turkei Türkei 125.000[3] Mit Smyrna, Ephesos und Pergamon konkurrierten drei bedeutende Großstädte um die Vorherrschaft in der Provinz Asia.
12. Athen Römisches Reich (Achaea) Griechenland Griechenland 120.000 Der Höhepunkt des römischen Athen war im 2. Jahrhundert unter Kaiser Hadrian.
12. Puruṣapura (Peschawar) Kuschana Pakistan Pakistan (Chaibar Pachtunchwa) 120.000[3] Hauptstadt des Kuschanreichs ab 127.
Folgende weitere Städte hatten damals – je nach Quelle – etwa 100.000 Einwohner:
Pergamum (Bergama) Römisches Reich (Asia) Turkei Türkei 100.000[3] Im folgenden 2. Jh. starkes Wachstum zur größten Stadt von Asia vor Ephesos und Smyrna.
Apameia Römisches Reich (Syria) Syrien Syrien 100.000[3] Flussaufwärts von Antiochia am Orontes am Fuße einer uralten Zitadelle gelegen. Die im 2. Jh. erbaute, 1600 m lange Säulenstraße war bis 2012 sehr gut erhalten.
Merw Iran (Partherreich) Turkmenistan Turkmenistan 100.000[3] Uralte Handelsmetropole an der Seidenstraße, Zentrum der historischen Region Margiana.
Pataliputra Indien Indien (Bihar) 100.000[3] Als Hauptstadt des damaligen Maurya-Reichs im 2. Jh. v. Chr. die größte Stadt der Welt, später (ab 320) Hauptstadt des Gupta-Reichs.
Vaishali Indien Indien (Bihar) 100.000[3]
Chang’an (Xi’an) Östliche Han-Dynastie China Volksrepublik Volksrepublik China (Shaanxi) 100.000[3] Chang'an, im 1. Jh. v. Chr. eine der größten Metropolen der Erde, wurde 23 n. Chr.  in einem Bürgerkrieg völlig zerstört und verlor 25 die Hauptstadtfunktion von Han-China an Luoyang. 190 geschah Ähnliches, aber umgekehrt.
Capua (Santa Maria Capua Vetere) Römisches Reich (Italia) Italien Italien (Kampanien) 100.000[3] Größte Stadt Kampaniens.
Caesarea Maritima (Qeisarjah) Römisches Reich (Judäa) Israel Israel 100.000[3] Hauptstadt von Judäa. Jerusalem war im Jüdischen Krieg im Jahr 70 zerstört und entvölkert worden. Etwa 1/3 der Bevölkerung der Provinz starb im Krieg.
Aquileia Römisches Reich (Italia) Italien Italien (Friaul-Julisch Venetien) 100.000[7] Hafenstadt und Handelsmetropole, Tor nach Mitteleuropa.

Größte Städte der Welt um das Jahr 500[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 5. Jahrhundert stand in Westeuropa im Zeichen des Niedergangs des Weströmischen Reichs und mit ihm der städtischen Kultur. Die nachfolgenden germanisch-christlichen Königreiche waren wesentlich weniger urban, die römischen Städte wurden aufgegeben oder schrumpften auf wenige Prozent ihrer früheren Größe.

Die östliche Hälfte des Reichs kam erheblich besser durch die Krise, die noch recht junge Hauptstadt Konstantinopel wuchs sogar zur größten Stadt der Welt heran. Auch die älteren Metropolen Alexandria und Antiochia blieben bedeutende Zentren der christlichen Welt.

Trotz instabiler politischer Lage wuchsen auch viele chinesische Städte zu erstaunlicher Größe heran. Und Amerika besaß mit der Metropole Teotihuacán erstmals eine der größten Städte des Planeten.

Rang Stadt Gebiet (zeitgen.) Staat (heute) Einwohner Anmerkungen
1. Konstantinopel Κωνσταντινούπολις Oströmisches Reich Turkei Türkei

500.000[3]
450.000[2]
400.000[4]

Hauptstadt des Römischen Reichs. Im folgenden 6. Jahrhundert erreichte die Stadt unter Kaiser Justinian I. eine ihrer wichtigsten Blütezeiten, aber durch Pest und Aufstände auch erhebliche Rückschläge.
2. Tīsfūn 𐭲𐭩𐭮𐭯𐭥𐭭
(Ktesiphon)
Iran (Sassanidenreich) Irak Irak 400.000[4][3] Hauptstadt des vorislamischen Persien bis zur arabischen Eroberung 637.
3. Luoyang 洛阳 Nördliche Wei-Dynastie China Volksrepublik Volksrepublik China (Henan)

500.000[3]
200.000[4][2]

Wichtigstes Machtzentrum im Norden des in Einzelstaaten zerfallenen China. Luoyang wuchs im 6. Jh. auf 600.000 Einwohner.
4. Jiankang 建康
(Nanjing)
Südliche Qi-Dynastie China Volksrepublik Volksrepublik China (Jiangsu)

500.000[3]
150.000[4]

Hauptstadt diverser südchinesischer Reiche von 420 bis 589.
5. Antiochia Ἀντιόχεια (Antakya) Oströmisches Reich (Orientis/Syria Prima) Turkei Türkei

250.000[3]
150.000[4]

Die Weltstadt Antiochia verlor im folgenden 6. Jh. durch zahlreiche schwere Erdbeben sowie die Eroberung durch die Perser ihre Bedeutung (und Bevölkerung) fast vollständig. Die Stadt erholte sich nie wieder von diesen Ereignissen.
6. Pingcheng 平城 (Datong) Nördliche Wei-Dynastie China Volksrepublik Volksrepublik China (Shanxi) 200.000[3] Hauptstadt von Wei bis zur Übersiedlung nach Luoyang 494.
7. Handan 邯鄲 China Volksrepublik Volksrepublik China (Hebei) 200.000[3]
8. Alexandria Ἀλεξάνδρεια Oströmisches Reich (Aegypti/Aegyptus) Agypten Ägypten

200.000[3]
100.000[4]

Wichtiges Zentrum des Christentums und Sitz eines Patriarchen, allerdings seit 451 zunehmend im Konflikt mit der Reichskirche.
9. Teotihuacán Teotihuacán Mexiko Mexiko (México)

150.000[3]
125.000[4]

Die mit Abstand größte Stadt Amerikas (Schätzungen gehen bis 200.000 Einwohner) umfasste eine Fläche von 20 km². Ab etwa 650 kam es zu einem bis heute unerklärlichen dramatischen Niedergang.
Folgende weitere Städte hatten damals – je nach Quelle – etwa 100.000 Einwohner:
Oxhuitza (Caracol) Oxhuitza Belize Belize

115.000[8]
100.000[3]

Der Maya-Stadtstaat Oxhuitza hatte seinen Höhepunkt zwischen dem 5. und dem 9. Jahrhundert.
Merw Iran (Sassanidenreich) Turkmenistan Turkmenistan 100.000[3] Handelsmetropole an der Seidenstraße, wichtiges Zentrum des Zoroastrismus und des nestorianischen Christentums. 651 letzter Zufluchtsort des persischen Kaisers vor der arabischen Eroberung.
Chang’an 長安 (Xi’an) Nördliche Wei-Dynastie China Volksrepublik Volksrepublik China (Shaanxi) 100.000[3] Nach der Spaltung von Wei 535 wurde Chang'an Hauptstadt des Westteils. 582 wurde es Hauptstadt des wiedervereinigten Chinas der Sui-Dynastie.
Tikal Tikal Guatemala Guatemala 100.000[3] Der Maya-Stadtstaat Tikal erreichte nach der Eroberung zahlreicher Nachbarstädte im 5. Jh. den Höhepunkt seiner Macht.
Ephesos Ἔφεσος Oströmisches Reich (Dioecesis Asiana/Asia) Turkei Türkei 100.000[3] Hauptstadt der Diözese und der Provinz Asia, Ort des Konzils von Ephesos 431. Im folgenden Jahrhundert wurde hier die größte byzantinische Kirche außerhalb Konstantinopels errichtet, die Johannesbasilika.
Karthago Vandalenreich Tunesien Tunesien 100.000[4] Karthago war von 439 bis 534 Hauptstadt des germanischen Vandalenreichs.
Madurai மதுரை Pandya Indien Indien (Tamil Nadu) 100.000[3] Hauptstadt des tamilischen Königreichs Pandya in Südindien.
Rom Ostgotenreich Italien Italien (Latium) 100.000[4][3] Die in schnellem Verfall befindliche ehemalige Reichshauptstadt hatte unter ostgotischer Herrschaft noch etwa 100.000 Einwohner, was sich im kommenden Jahrhundert nochmal halbierte.
Edessa Ἔδεσσα (Şanlıurfa) Oströmisches Reich (Orientis/Osrhoene) Turkei Türkei

100.000[3]
90.000[4]

Die Schule von Edessa war bis 489 ein wichtiges Zentrum syrisch-christlicher Wissenssammlung, wurde dann aber aufgrund konfessioneller Verfolgung durch die römischen Behörden ins persische Nisibis verlegt.
Jerusalem Ἰερουσαλήμ Oströmisches Reich (Orientis/Palaestina prima) Israel Israel

100.000[3]
50.000[4]

Im 4. und 5. Jh. wurde die heilige Stadt Jerusalem zu einer christlichen Metropole ausgebaut und nahm durch die Pilgerströme einen großen Aufschwung.

Größte Städte der Welt um das Jahr 1000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Jahr 1000 fällt ins Goldene Zeitalter des Islam. Muslimische (meist arabisch- oder persischsprachige) Städte dominieren die Liste. Die christliche Welt ist nur durch das Byzantinische Reich, das katholische Westeuropa gar nicht vertreten.

Die Forschung ist sich uneinig, welche Stadt damals die größte der Welt war. George Modelski[3] nennt die Kalifenhauptstadt Bagdad mit zwei unterschiedlichen Einwohnerzahlen (1,2 bzw. 1,5 Millionen). Tertius Chandler[4] schätzt für Bagdad nur etwa 1/10 dieser Zahl und sieht den konkurrierenden Kalifensitz im damals arabisch-islamischen Córdoba mit etwa 450.000 Einwohnern auf Platz 1. Ian Morris[2] sieht Córdoba (allerdings nur mit der Hälfte dieser Bewohnerzahl) als größte Stadt im Mittelmeerraum, findet die weltgrößte Stadt jedoch weit entfernt in der chinesischen Hauptstadt Kaifeng mit etwa 1 Million Menschen. In Südostasien blühte damals Angkor, eher ein Ballungsraum als eine einzelne Stadt. Chandler schätzt ihn auf 200.000 Einwohner, die Stadtanlage bot aber Platz für bis zu einer Million Menschen[9]

Rang Stadt Gebiet (zeitgen.) Staat (heute) Einwohner Anmerkungen
1.(?) Bagdad بَغْدَاد Iran (Buyiden) Irak Irak

1.500.000[3]
125.000[4]

Residenz des abbasidischen Kalifats und Zentrum der islamischen Welt. Seit der Eroberung Bagdads durch die schiitischen Buyiden 945 war der Kalif aber nur noch geistliches Oberhaupt ohne weltliche Macht.
1.(?) Biànjīng 汴京
(Kaifeng)
Nördliche Song-Dynastie China Volksrepublik Volksrepublik China (Henan)

1.000.000[2]
500.000[10]
400.000[4][3]

960–1126 Hauptstadt Chinas, gewaltige Stadterweiterung. Die 955/962 errichtete Stadtmauer war 30 km lang[2], die Stadt wuchs trotzdem bald über die Mauer hinaus.
3. Konstantinopel Κωνσταντινούπολη
(Istanbul)
Oströmisches Reich Turkei Türkei

600.000[3]
300.000[4]

Größte Stadt der christlichen Welt. Nach einem Tiefpunkt im 8. Jh. wuchs Konstantinopel wieder zu alter Größe heran, auch das Oströmische Reich erlebte im 10. Jh. eines seiner Goldenen Zeitalter.
4. Qurtuba قرطبة
(Córdoba)
Kalifat von Córdoba Spanien Spanien (Andalusien)

450.000[4][3]
200.000[2]
110.000[11]

Neben Bagdad und Kairo war Córdoba der Sitz eines dritten, um die Anerkennung in der islamischen Welt konkurrierenden Kalifen. Die Stadt befand sich damals auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung.
5. Yasodharapura und Jayendanagari
(Angkor ក្រុងអង្គរ)
Khmer-Reich Kambodscha Kambodscha

1.000.000(?)
200.000[3][4]

Im Bereich Angkor wurden im Laufe der Jahrhunderte mehrere nah beieinanderliegende Großstädte gegründet.
6. al-Qāhira القاهرة
(Kairo)
Ägypten (Fatimiden) Agypten Ägypten

200.000[3]
135.000[4]

Das in Konkurrenz zu den Abbasiden (in Bagdad) bestehende Kalifat der Fatimiden in Kairo erreichte um diese Zeit ihren Höhepunkt, es beherrschte Nordafrika, Arabien und die Levante.
7. Afrasiab افراسياب (Samarkand) Karachaniden-Khanat Usbekistan Usbekistan 200.000[3] Die türkischen Karachaniden eroberten die Stadt im Oktober 999 von den persischen Samaniden.
8. Heian-kyō 平安京 (Kyōto) Japan (Heian-Zeit) Japan Japan 175.000[4][3] Seit 794 Hauptstadt Japans.
9. Nischapur نیشابور Iran (Saffariden) Iran Iran (Razavi-Chorasan)

130.000[3]
125.000[4]

Handels- und Wissenschaftszentrum an der Seidenstraße, 1221 von den Mongolen vernichtet.
10. Al-Hasa الأحساء Karmaten-Republik Saudi-Arabien Saudi-Arabien

110.000[4]
100.000[3]

Hauptstadt eines ca. 200 Jahre bestehenden Staats einer Sonderströmung des Islam, der in ständigem Konflikt mit Ägypten (Fatimiden) und Irak (Buyiden) stand.
Folgende weitere Städte hatten damals – je nach Quelle – etwa 100.000 Einwohner:
Ani Անի Kgr. Armenien (Bagratiden) Turkei Türkei 100.000[3][12] 961 bis 1045 Hauptstadt des Königreichs Armenien.
Isfahan اصفهان Iran (Buyiden) Iran Iran (Isfahan) 100.000[4][3] Residenzstadt der schiitischen Buyiden, ab 1008 Sitz der iranischen Kakuyiden als deren (nominelle) Vasallen.
Schahr-e Rey شهر ری (Teheran) Iran (Buyiden) Iran Iran (Teheran) 100.000[4][3] Zweite Residenzstadt der Buyiden und Zentrum der Wissenschaften, ab 1023 unter Herrschaft der Ghaznawiden.
Thessaloniki Θεσσαλονίκη Oströmisches Reich (Thessalonike) Griechenland Griechenland 100.000[3] Seit dem Verlust von Alexandria, Antiochia und Damaskus an die Araber war Thessaloniki die zweitgrößte Stadt im Oströmischen Reich.
Tōllān Xicocotitlān (Tula) Reich der Tolteken Mexiko Mexiko (Hidalgo) 100.000[3] Hauptstadt der Tolteken vom 10. bis ins 12. Jahrhundert.
Suzhou 蘇州市 Nördliche Song-Dynastie China Volksrepublik Volksrepublik China (Jiangsu) 100.000[3] Handels- und Industriezentrum am Kaiserkanal, nahe dem heutigen Shanghai.
Chengdu 成都 Nördliche Song-Dynastie China Volksrepublik Volksrepublik China (Sichuan) 100.000[3] Hauptstadt von Shu bis zur Einigung Chinas 965 durch die Song. Hier wurde 1024 das Papiergeld erfunden.
Dali 大理市 Kgr. Dali China Volksrepublik Volksrepublik China (Yunnan) 100.000[3] Das Königreich Dali bestand von 937 bis 1253.
Kannauj कन्नौज Pratihara Indien Indien (Uttar Pradesh) 100.000[3] Wichtigstes Machtzentrum in Nordindien.
Thanjavur தஞ்சாவூர் Chola Indien Indien (Tamil Nadu) 100.000[3] Hauptstadt von Chola, des größten südindischen Reichs, von 850 bis 1025. Hier entstand 1003-10 der monumentale Brihadishvara-Tempel.
Išbīliya إشبيلية
(Sevilla)
Kalifat von Córdoba Spanien Spanien (Andalusien)

100.000[3]
90.000[4]

Die größte Blüte des islamischen Sevilla folgte erst im 12. Jahrhundert.
Tinnis تنيس Ägypten (Fatimiden) Agypten Ägypten 100.000[3] Handels- und Hafenmetropole am Ostrand des Nildeltas, nahe dem heutigen Port Said, Blütezeit vom 9. bis 11. Jahrhundert.
Patan पाटन Nepal Nepal 100.000[4][3]

Größte Städte der Welt um das Jahr 1500[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1500 stand die Welt an einem der wichtigsten Wendepunkte ihrer Geschichte. 1453 war Konstantinopel von den Türken erobert worden. Europa war damit von den Handelsrouten nach Asien abgeschnitten und suchte Ersatz auf dem Seeweg. Dabei wurde 1492 versehentlich Amerika wiederentdeckt, was die umfangreichsten Eroberungen der Geschichte zur Folge hatte.

Die Hinwendung zu den Seewegen hatte einen Aufstieg der Städte und Staaten an der europäischen Westküste zur Folge. Der Mittelmeerraum, seit Jahrtausenden die führende Region des Kontinents, war nun ein Kriegsgebiet und erlebte einen heftigen Niedergang.

Das Osmanische Reich hatte sich als neue Weltmacht etabliert. 1516 wurde die Levante, 1517 Ägypten, 1535 der Irak und 1569 der Maghreb erobert. Konstantinopel wurde im 16. Jh. zur prachtvollen Hauptstadt ausgebaut und erlebte eine weitere Blütezeit.

Im Iran etablierte sich 1501 die Dynastie der Safawiden mit ihrer Hauptstadt Isfahan. In Indien wurde das Sultanat von Delhi 1526 durch das Mogulreich erobert, eines der mächtigsten Imperien der Weltgeschichte. Seine Metropolen Delhi, Agra und Lahore wurden zu Weltstädten. In China regierte seit dem Ende der Mongolenherrschaft 1368 die Ming-Dynastie, die ihre Hauptstadt 1421 nach Peking verlegte, das nun die größte Stadt der Welt war.

In Amerika standen die Reiche der Azteken und Inka auf ihrem Höhepunkt, nicht ahnend, dass die Spanier bereits in der Karibik gelandet waren. Das aztekische Tenochtitlan wurde 1521 völlig vernichtet und 1535 durch Mexiko-Stadt ersetzt, Cusco wurde 1533 erobert und verlor seine Bedeutung an das neugegründete Lima.

Rang Stadt Gebiet (zeitgen.) Staat (heute) Einwohner Anmerkungen
1. Peking 北京 Ming-Dynastie China Volksrepublik Volksrepublik China

678.000[2]
672.000[4]
670.000[13]

Seit 1421 die Ersthauptstadt von Ming-China (anstelle der nunmehrigen Zweitresidenz Nanjing). Der neu errichtete Kaiserpalast, die Verbotene Stadt, ist heute der größte erhaltene Palast der Welt.
2. Vijayanagar ವಿಜಯನಗರ (Hampi) Kgr. Vijayanagar Indien Indien (Karnataka) 500.000[4] Seit 1343 Hauptstadt des letzten großen Hindu-Reichs.
3. al-Qāhira القاهرة (Kairo) Mamlukenreich Agypten Ägypten

450.000
400.000[2][4]

Kairos Blütezeit stand kurz vor ihrem Ende. 1517 eroberten die Türken Ägypten, und Kairo erlebte einen Bedeutungsverlust, von dem es sich erst im 19. Jh. erholte.
4. Ḳosṭanṭīnīye قسطنطينيه (Konstantinopel) Osmanisches Reich Turkei Türkei

550.000 400.000
200.000[4]
100.000[2]

Die Schätzungen, wie viele Menschen so kurz nach jahrzehntelangem Krieg und letztlicher Eroberung 1453 in Konstantinopel lebten, gehen weit auseinander. Fest steht jedoch, dass die Stadt im folgenden 16. Jh. eine beeindruckende Blütezeit erlebte und wieder zur größten Stadt Europas wurde.
5. Paris Kgr. Frankreich Frankreich Frankreich (Île-de-France)

300.000
185.000[4]

Paris war im Mittelalter die größte Stadt Westeuropas.
6. Hangzhou 杭州 Ming-Dynastie China Volksrepublik Volksrepublik China (Zhejiang) 250.000[4] Hangzhou, im 13. und 14. Jh. die größte Stadt der Welt, verlor in der Ming-Ära seine Bedeutung an das nahe Nanjing, und, durch Verlandung, auch seinen Status als Seehafenstadt.
6. Täbris تبريز Aq Qoyunlu Iran Iran (Ost-Aserbaidschan) 250.000[4] Hauptstadt der turkmenischen Föderation Aq Qoyunlu, die nach ihrer Blütezeit in den 1460er und 70er Jahren kurz vor ihrem Ende stand. 1501 eroberte die neue persische Dynastie der Safawiden Täbris, das bis 1555 ihre Hauptstadt blieb.
8. Tenochtitlán Aztekenreich Mexiko Mexiko (D.F.)

200.000[3]

Tenochtitlán war 1500 die größte Stadt Amerikas und eine der größten weltweit. Der Untergang 1517 gehört zu den tragischsten Ereignissen, die je eine große Metropole erlebt hat.
8. Gaur/Gauḍa গৌড় Sultanat von Bengalen Indien Indien Westbengalen 200.000[4] 1453–1565 Hauptstadt von Bengalen. Die Stadt wurde 1575 aufgegeben.
10. Venedig Republik Venedig Italien Italien (Venetien)

200.000[3]
115.000[4]

Venedig stand auf dem Höhepunkt seiner Macht, wurde im Laufe des 16. Jhs. aber zum prominenten Opfer der West-Wendung Europas. Die Handelsrouten in den Osten rissen ab und wurden durch die atlantische Seefahrt ersetzt.
11. Guangzhou 广州 Ming-Dynastie China Volksrepublik Volksrepublik China (Guangdong) 150.000[4] 1516 erreichten portugiesische Seefahrer zum ersten Mal die Hafenmetropole Guangzhou. Das Zeitalter europäischer Einflussnahme in China begann.
12. Nanjing 南京 Ming-Dynastie China Volksrepublik Volksrepublik China (Jiangsu) 147.000[4] Seit 1421 war Peking die offizielle Hauptstadt Chinas, Nanking blieb bis 1644 Zweithauptstadt.
13. Kataka କଟକ (Cuttack) Gajapati-Reich Indien Indien (Odisha) 140.000[4] Das hinduistische Reich der Gajapatis an der indischen Ostküste und seine Hauptstadt Kataka erreichten ihren Höhepunkt im späten 15. Jh.
14. Neapel Königreich Neapel Italien Italien (Kampanien)

150.000
114.000[4]

Das Königreich Neapel war zu dieser Zeit zwischen Frankreich und Kastilien-Aragón umkämpft.
15. Fez فاس Wattasiden Marokko Marokko 130.000[4] Hauptstadt der Wattasiden-Dynastie, die 1549 von den Saadiern erobert wurden. 1522 wurde Fez durch ein Erdbeben schwer zerstört.
16. Xi’an 西安 Ming-Dynastie China Volksrepublik Volksrepublik China (Shaanxi) 127.000[4] Das Ming-zeitliche Xi'an war deutlich kleiner als das Chang'an früherer Dynastien. Die 1370 erbaute Stadtmauer ist bis heute erhalten.
16. Edrine ادرنه (Edirne, Adrianopel) Osmanisches Reich Turkei Türkei 127.000[4] 1368–1453 Hauptstadt des Osmanischen Reichs. Die im 16. Jh. erbaute Selimiye-Moschee ist das bekannteste Bauwerk der Stadt.
18. Ayutthaya พระนครศรีอยุธยา Kgr. Ayutthaya Thailand Thailand 125.000[4] Seit 1351 Hauptstadt eines mächtigen Königreichs. Um 1700 war Ayutthaya vermutlich die größte Stadt der Welt.
18. Hanyang 한양 (Seoul) Joseon-Dynastie Korea Sud Südkorea 125.000[4] Seit 1394 Hauptstadt Koreas. Der riesige Gyeongbokgung diente 1395–1592 als Königspalast.
20. Suzhou 蘇州 Ming-Dynastie China Volksrepublik Volksrepublik China (Jiangsu) 122.000[4] Blühende Handelsmetropole nahe dem heutigen Shanghai.
21. London Königreich England Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich (England)

125.000[3]
50.000[4]

Seit 1485 Hauptstadt der Tudor-Dynastie, einer aufstrebenden Großmacht.
22. Ahmedabad અમદાવાદ Sultanat von Gujarat Indien Indien (Gujarat) 100.000[4] Ab 1411 nahe der alten Stadt Karnavati als Hauptstadt Gujarats errichtet und in voller Blüte stehend. 1573 wurde das Sultanat ins Mogulreich eingegliedert.
23. Mailand Herzogtum Mailand Italien Italien (Lombardei)

100.000[3]
89.000[4]

Die von der Familie Sforza regierte Stadt war 1499–1513 und 1515–21 von Frankreich besetzt.

Größte Städte der Welt um das Jahr 1800[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1800 hatte die Welt bereits drei Jahrhunderte der Weltentdeckung und -unterwerfung durch die seefahrenden Nationen Westeuropas erlebt. Das eigentliche Zeitalter europäischer Weltherrschaft begann aber erst jetzt, durch die Industrielle Revolution. Bis Ende des Jahrhunderts geriet praktisch die ganze Welt unter europäische oder europäischstämmige Herrschaft.

Die nichtwestlichen Großmächte Asiens waren Europa in vielen Belangen bis hierher immer noch überlegen und dominieren deshalb auch die Liste der größten Städte der Welt. Nun begann jedoch ihr Niedergang. Das Osmanische Reich (Konstantinopel) wurde durch Gebietsverluste und Aufstände in Ägypten, Arabien und Südosteuropa immer mehr zum „Kranken Mann“. Die Zand-Dynastie (Schiras) im Iran war 1794 blutig von den Kadscharen (Teheran) gestürzt worden, die das Reich in den folgenden Jahrzehnten zugrunde richteten. Das indische Mogulreich (Delhi), eine frühere Supermacht, bestand nur noch auf dem Papier. Das japanische Tokugawa-Shogunat (Edo) existierte in selbstgewählter Isolation und Rückständigkeit. Die chinesische Qing-Dynastie (Peking) stand dagegen gerade auf dem Höhepunkt ihrer Macht, erlebte aber bald darauf eine beispiellose Demütigung durch immer aggressiver auftretende Westliche Mächte, die zum Zusammenbruch des Reichs führte.

Das Gegenteil geschah in Westeuropa und Nordamerika, wo durch Industrialisierung, globalisierten Handel, Bevölkerungswachstum und Landflucht Tausende schnell wachsende Industriestädte entstanden. Amerika stand erst am Anfang seiner Urbanisierung. Die größte Stadt der noch jungen USA, Philadelphia, hatte erst 70.000 Einwohner.

Ab den 1820er Jahren war London anstatt Peking die größte Stadt der Welt und behielt diesen Titel etwa 100 Jahre lang. Erstmals seit dem 17. Jh. (Konstantinopel) war damit wieder eine europäische Stadt Nr. 1 in der Welt, erstmals seit dem 12. Jh. (ebenfalls Konstantinopel) wieder eine christliche und erstmals seit 1½ Jahrtausenden (Rom) – zum zweiten Mal überhaupt – eine westeuropäische.

Die größten Städte der hier nicht aufgeführten Kontinente Afrika und Amerika, Kairo und Mexiko, lagen mit 186.000[4] bzw. 128.000[4] Einwohnern weit unter ihren spätmittelalterlichen Werten aus dem 14. bzw. 15. Jahrhundert.

Die größte Stadt im deutschsprachigen Raum war seit Jahrhunderten die kaiserliche Hauptstadt Wien, die jedoch um 1850 vom wesentlich schneller industrialisierenden Berlin überholt wurde.

Rang Stadt Gebiet (zeitgen.) Staat (heute) Einwohner Anmerkungen
1. Peking 北京 China (Qing-Dynastie) China Volksrepublik Volksrepublik China

1.100.000[4][2]

Hauptstadt der (noch) größten Supermacht ihrer Zeit.
2. London Kgr. Großbritannien Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich (England)

900.000[2]
865.000[14]
861.000[4]

Hauptstadt des aufstrebenden Britischen Weltreichs, das im 19. Jh. den Höhepunkt seiner Macht erleben sollte.
3. Guangzhou 廣州 (Kanton) China (Qing-Dynastie) China Volksrepublik Volksrepublik China (Guangdong) 800.000[4] Seit 1757 der einzige für den Handel mit Europäern geöffnete Seehafen Chinas.
4. Edo 江戸 (Tokio) Japan (Edo-Zeit) Japan Japan 685.000[4] Seit 200 Jahren Regierungssitz der eigentlichen Machthaber Japans, der Shogune.
5. Ḳosṭanṭīnīye قسطنطينيه (Konstantinopel) Osmanisches Reich Turkei Türkei 570.000[4] Hauptstadt des Osmanischen Reichs, das vor einem Jahrhundert des Niedergangs stand.
6. Paris Frankreich (Konsulat) Frankreich Frankreich (Île-de-France) 581.000[14]
547.000[4]
Durch die Eroberungen Napoleons wurden 1800 weite Teile Europas von Paris aus beherrscht.
7. Neapel Kgr. Neapel Italien Italien (Kampanien) 430.000[4]
427.000[14]
Neapel wurde im 17. Jh. unter spanischer Herrschaft zu einer der größten Städte Europas.
8. Ōzaka 大坂 (Osaka) Japan (Edo-Zeit) Japan Japan 500.000[15]
383.000[4]
Wichtigste Handels- und Wirtschaftsmetropole Japans.
9. Hangzhou 杭州 China (Qing-Dynastie) China Volksrepublik Volksrepublik China (Zhejiang) 387.000[4] Im Mittelalter die zeitweise größte Stadt der Welt, nun noch eine wichtige Hafen- und Garnisonsstadt.
10. Kyōto 京都 Japan (Edo-Zeit) Japan Japan 377.000[4] Nominelle Hauptstadt Japans, Sitz der weitgehend machtlosen Kaiser.
Folgende weitere Städte hatten damals – je nach Quelle – über 200.000 Einwohner:
Moskau Москва́ Russisches Kaiserreich Russland Russland 248.000[4] Trotz Verlust der Hauptstadtfunktion kulturelles Zentrum Russlands. Während der Pestrevolte 1771 Verlust von 50 % der Bevölkerung, durch französische Besatzung 1812 ⅔ seiner Bausubstanz.
Lakhnau लखनऊ Mogulreich (Avadh) Indien Indien (Uttar Pradesh) 240.000[4] Seit 1775 Hauptstadt von Avadh und wichtiges Kulturzentrum in Nordindien.
Suzhou 蘇州 China (Qing-Dynastie) China Volksrepublik Volksrepublik China (Jiangsu) 243.000[4] Handels- und Handwerksstadt, Zentrum der Seidenproduktion.
Lissabon Kgr. Portugal Portugal Portugal 237.000[4]
180.000[16]
Die Weltmetropole Lissabon wurde 1755 fast vollständig vernichtet und erreichte trotz Wiederaufbau nie wieder ihre alte Bedeutung.
Wien Heiliges Römisches Reich (Ehztm. Österreich) Osterreich Österreich 231.000[4][14] Hauptstadt und größte Stadt des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation
Xi’an 西安 China (Qing-Dynastie) China Volksrepublik Volksrepublik China (Shaanxi) 224.000[4] Die auf einen Bruchteil ihrer früheren Größe geschrumpfte ehemalige Hauptstadt war nun ein wichtiger Militärstandort der Qing.
St. Petersburg Санкт-Петербург Russisches Kaiserreich Russland Russland 220.000[4][17] Seit 1712 Hauptstadt des Russischen Kaiserreichs.
Amsterdam Batavische Republik Niederlande Niederlande 203.000[18]
195.000[4]
Amsterdam hatte im 17. Jh. sein Goldenes Zeitalter als eins der größten Handels- und Finanzzentren der Welt. Nun befand sich die französisch besetzte Stadt im Niedergang, der bis Ende des 19. Jhs. anhielt.

Größte Städte der Welt um das Jahr 1870[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metropolregionen
Rang Name Region Einwohner Jahr
1. London Vereinigtes Königreich 3.840.595 1871
2. Paris Frankreich ≈2.300.000 1870
3. New York City Vereinigte Staaten 1.469.045 1870
4. Wien Österreich-Ungarn 900.998 1869
5. Peking Kaiserreich China ≈875.000 1870
6. St. Petersburg Russisches Reich 842.900 1873
7. Berlin Preußen 826.341 1871
8. Konstantinopel Osmanisches Reich ≈800.000 ≈1870
9. Philadelphia Vereinigte Staaten 674.022 1870
10. Bombay Britisch-Indien 644.605 1872
11. Moskau Russisches Reich 601.969 1871
12. Tokio Kaiserreich Japan 595.900 1872

Größte Städte der Welt um das Jahr 1910[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kernstädte
Rang Name Region Einwohner Stand
1. London Vereinigtes Königreich 7.160.441 1911
2. New York City Vereinigte Staaten 4.766.883 1910
3. Paris Frankreich 2.888.110 1911
4. Chicago Vereinigte Staaten 2.185.283 1910
5. Wien Österreich-Ungarn 2.083.630 1910[19]
6. Berlin Deutsches Reich 2.071.257 1910
7. Tokio Japanisches Reich 2.050.100 1914
8. Sankt Petersburg Russisches Kaiserreich 1.962.000 1910
9. Moskau Russisches Kaiserreich 1.617.157 1912
10. Buenos Aires Argentinien 1.582.884 1914
11. Philadelphia Vereinigte Staaten 1.549.008 1910
12. Bombay Britisch-Indien 1.018.388 1911
13. Hamburg Deutsches Reich 931.035 1910
14. Konstantinopel Osmanisches Reich 909.978 1914
15. Budapest Österreich-Ungarn 880.371 1910
16. Shanghai China 832.500 1910

Größte Städte der Welt um das Jahr 1950[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urbane Agglomerationen
Rang Name Region Einwohner Stand
1. New York City Vereinigte Staaten 12.338.470 1950[20]
2. Tokio Japan 11.274.641 1950[20]
3. London Vereinigtes Königreich 8.360.847 1950[20]
4. Osaka-Kōbe-Kyōto Japan 7.005.284 1950[20]
5. Paris Frankreich 6.283.018 1950[20]
6. Moskau Sowjetunion 5.356.392 1950[20]
7. Buenos Aires Argentinien 5.097.612 1950[20]
8. Chicago Vereinigte Staaten 4.999.060 1950[20]
9. Kalkutta Indien 4.513.496 1950[20]
10. Shanghai China 4.300.942 1950[20]
11. Los Angeles Vereinigte Staaten 4.045.514 1950[20]
12. Mexiko-Stadt Mexiko 3.365.081 1950[20]
13. Berlin Deutschland 3.337.621 1950[20]
14. Philadelphia Vereinigte Staaten 3.127.806 1950[20]
15. Rio de Janeiro Brasilien 3.026.195 1950[20]
16. Leningrad Sowjetunion 2.902.789 1950[20]
17. Bombay Indien 2.857.359 1950[20]
18. Detroit Vereinigte Staaten 2.769.254 1950[20]
19. Boston Vereinigte Staaten 2.550.818 1950[20]
20. Kairo Ägypten 2.493.514 1950[20]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frank Kolb: Rom. Die Geschichte der Stadt in der Antike, München 1995, S. 453f
  2. a b c d e f g h i j k l m Ian Morris: Social Development. Stanford Oktober 2010, S. 112 (archive.org [PDF; abgerufen am 16. März 2023]).
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf bg bh bi bj bk bl bm bn George Modelski: World Cities: -3000 to 2000, Faros 2000, Washington 2003
  4. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf bg bh bi bj bk bl bm bn bo bp bq Tertius Chandler: Four Thousand Years of Urban Growth: An Historical Census. Lewiston, New York: Edwin Mellen Press. ISBN 0-88946-207-0.
  5. Manfred Clauss: Alexandria. Schicksale einer antiken Weltstadt. Klett-Cotta, Stuttgart 2003
  6. a b c Jean-Claude Golvin: Metropolen der Antike, Theiss-Verlag, Stuttgart 2005
  7. Frank Kolb: Die Stadt im Altertum, München 2005
  8. John Noble Wilford: Mapping Ancient Civilization, in a Matter of Days. The New York Times, 10. Mai 2010.
  9. Kathy Marks: Metropolis: Angkor, the world's first mega-city. In: The Independent. 15. August 2007, abgerufen am 20. März 2023.
  10. Alfred Schinz: The Magic Square: History of Chinese City Planning, Axel Menges, Honolulu 1990
  11. Buringh, Eltjo (2010). Medieval Manuscript Production in the Latin West. Brill Publishers. ISBN 978-90-04-17519-8
  12. R. Panossian: The Armenians: From Kings and Priests to Merchants and Commissars. New York 2006, S. 60.
  13. Susan Naquin: Peking Temples and City Life. 1400–1900. University of California Press, Berkeley 2000
  14. a b c d Jan de Vries: European Urbanization 1500–1800. Methuen and Co., London 1984.
  15. Fernand Braudel: Capitalism and material life, 1400-1800. 1973.
  16. Brian Mitchell: International Historical Statistics Europe 1750–1993. 4. Auflage. Macmillan Publishers, London 1998, ISBN 978-0-333-72690-7.
  17. Tertius Chandler, Gerald Fox: 3000 Years of Urban Growth. Academic Press, New York / London 1973, ISBN 978-0-12-785109-9.
  18. Marco van Leeuwen, Jim Oeppen: Reconstructing the Demographic Regime of Amsterdam 1681–1920. In: Economic and Social History in the Netherlands. vol. 5, 1993, S. 61–102.
  19. Statistisches Jahrbuch der Stadt Wien (2021) S. 62. Abgerufen am 4. März 2022.
  20. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t World Urbanization Prospects - Population Division - United Nations. Abgerufen am 29. Oktober 2017.